Hier werden künftig interessante Projekte des Netzwerkes und der Netzwerkpartner kurz vorgestellt. Von besonderem Interesse sind dabei innovative und modellhafte Vorhaben. Wenn Sie solche selber bearbeiten, bitten wir Sie um Kontaktaufnahme.

Arbeitsgruppen bzw. Projektbearbeiter sind derzeit u.a. in folgenden Bereichen aktiv:

- Wärmecontracting aus Holz
- Entwicklung von Containerlösungen für Hackschnitzelheizungen
- Recherche zu einem Biomassehof in MOL
- Entwicklung eines Regional- und Qualitätslabels

Wärme-Contracting:

Beim Heizwärme-Contracting verschmelzen die beiden Wertschöpfungsketten der Holz- und Anlagenseite zu einer durchgehenden Wertschöpfungskette. In einer Arbeitsgruppe 'Wärme-Contracting' des Netzwerks BIOFestbrennstoffMOL haben sich Anlagenplaner, Heizungslieferanten, Installateure und Energieholzlieferanten zusammengefunden, um das Konzept eines kleinteiligen Nutzwärme-Contracting – Arbeitstitel 'Biowärme Oderland' – zu entwickeln.

Dieses Konzept sieht vor, beim Wärmekunden die komplette Heizanlage zu planen, zu installieren, mit regionalem Brennstoff zu versorgen, zu betreiben und zu warten. Statt Heizanlage, Brennstoff, Betrieb und Wartung bezahlt der Kunde nur die Wärme, die er tatsächlich nutzt. Die Contractinggeber aus der Region finanzieren die Heizung und ihren Betrieb aus eigenen Mittel oder mit einem Kredit vom regionalen Finanzdienstleister.

Da die beteiligenden kleinen Unternehmen nicht über die erforderlichen Kapazitäten und Fähigkeiten zur Klärung der offenen juristischen, administrativen, ökonomischen und technologischen Fragen im Zusammenhang mit der Gründung und dem Betrieb eines Gemeinschaftsunternehmens verfügen, ist es nahe liegend, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Ein passendes und zweckmäßiges Programm ist u. a. IMPULS des Wirtschaftsministeriums Brandenburg.

Zu den gemeinsamen Aufgaben von Energiebüro und Netzwerkbüro gehört es, geeignete Objekte für das Wärmecontracting zu finden und entsprechende Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu realisieren.

Containeranlagen:

Eines der wesentlichen und ehrgeizigen Ziele der Energie-Strategie 'Märkisch-Oderland geht den Holzweg' ist eine Verdoppelung der modernen und emissionsarmen Holzfeuerungen im Landkreis innerhalb der kommenden drei Jahre. Dies soll durch einen forcierten Ersatz veralteter Feststoffkessel und eine Verdoppelung der Zahl der bestehenden Pellet- und Hackschnitzelheizungen erreicht werden.

Es hat sich bei vielen potenziellen Vorhaben gezeigt, dass eine Gebäudeintegration von Hackschnitzelheizungen nicht möglich war. Zum einen hängt dies damit zusammen, dass im Oderland ist ein Großteil der Gebäude nicht bzw. nur zu einem geringen Teil unterkellert und somit für den klassischen Einbau einer Feststoffheizung im Heizkeller nicht geeignet.

Abhilfe können hier Containerlösungen oder modulare Kompaktanlagen schaffen, die Heizanlage und Brennstofflager kombinieren. Eine solche Containerlösung wurde von einem Netzwerkpartner auf der Basis eines Frachtcontainers für den Betrieb eines größeren Stückholzvergaserkessels (130 kW) bereits als Unikat gebaut.

Bis Ende 2011 wird eine Komplettanlage als Kombination von automatisch beschickter Heizanlage und Brennstofflager in Containerbauweise entwickelt sein. Diese lässt sich durch Verwendung von Heizungen verschiedener Leistungsbereiche auf Kundenanforderungen anpassen.

Biomassehof im Landkreis MOL:

Als wichtiges Anliegen und Strukturelement zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage werden Biobrennstoffhöfe im Landkreis MOL gesehen. Nachdem ein erster Ansatz leider nicht realisiert werden konnte, soll nun kurzfristig mindestens ein erfolgversprechender Ersatzstandort identifiziert werden.

Bei der gezielten Suche nach einem Standort sind die vorliegenden Daten und Kontakte des Energiebüros und des Netzwerks zu nutzen und folgende Aspekte besonders zu berücksichtigen:

- geografische Lage innerhalb des Landkreises
- gute Erreichbarkeit / geografische Nähe potenzieller Partner beim Aufbau und Betrieb des Biobrennstoffhofes
- gute Erreichbarkeit vorhandener und potenzieller Nutzer / Kunden
- verkehrstechnische Anbindung
- Verfügbarkeit von Lager- und Verkehrsflächen
- Werbewirksamkeit / Kundenfreundlichkeit des Standortes
- Anbindung an institutionelle Strukturen bzw. Unternehmen

Einen besonderen Stellenwert nehmen kleinteilige Logistik-Strukturen ein. Es ist aufgrund bisheriger Erfahrungen davon auszugehen, dass ein Teil der kleinen und mittleren Hackschnitzelheizungen nicht dafür geeignet ist bzw. sein wird, über marktübliche große Transportkapazitäten (wie Roll-off-Container, Walking-floor) versorgt zu werden.

Hier sind die Einsatzmöglichkeiten kleinerer Transporteinheiten (z.B. landwirtschaftlicher Hänger) sowie einfacher zu dosierender Austragungssysteme (z.B. Container mit Kratzkettenförderer) besonders zu berücksichtigen.
Schließlich sind für relevante Verarbeitungs- und Logistikschritte (wie Lagern, Trocknen, Sieben, Aufladen auf Hänger, Fahrtkosten pro km in Abhängigkeit der Transportmenge) marktübliche Kosten zu beziffern.
Zur Identifizierung eines geeigneten Standortes wurde eine Studie in Auftrag gegeben.

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